Duligs Eitelkeiten-Vorwurf trifft ihn am Ende selbst

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat sich in einem Gespräch mit der Dresdner Morgenpost über Seehofers Rolle im Asylstreit echauffiert: „Es ist unsäglich, dass man die Bevölkerung hinhält mit Eitelkeiten, die von größenwahnsinnigen Persönlichkeiten, und da meine ich vor allem Herrn Seehofer, vor sich hergetragen werden“.

Uwe Wurlitzer, Mitglied des Sächsischen Landtages (Blaue Partei), dazu:

„Mir fällt momentan kein Minister der Sächsischen Staatsregierung ein, der nicht mehr von Eitelkeiten getrieben wäre als Herr Dulig. Küchentisch-Touren oder ‚Inkognito‘-Arbeiter am Flughafen zeugen doch deutlich davon, dass sich der Wirtschaftsminister beim Bürger einschmeicheln will. Nichts gegen Volksnähe. Aber aufgesetzt (Küchentisch) oder nach Drehbuch (Flughafen) ist kein reeller Kontakt zum Bürger.

Wenn die sächsische SPD weiter gegen den Asylkompromiss schießt, ist die Einstelligkeit im Freistaat nicht mehr weit. Bis heute hat man die Grenzöffnung von 2015 nicht als Fehler erkannt, geschweige denn mitgeholfen, ihn zu korrigieren. Aus dem Willy-Brandt-Haus in Berlin kommen Mahnungen, um Himmels willen nicht den Begriff des Transitzentrums zu wählen. Als wären Begrifflichkeiten unsere größte Sorge. Warum sich die Sozialdemokraten in Sachsen und Bundesweit so vehement gegen geschlossene Lager stemmen, verstehen wir Blauen nicht. Als Volkspartei, die sie noch immer sein will, sollte sie ihrem Namen gerecht werden und auf das Volk hören. Die Mehrheit möchte eine geregelte Einwanderungspolitik. Das werden die Sozialdemokraten überall im Land kaum goutieren wollen. Dann sollten sie sich allerdings weder beschweren noch querschießen, wenn andere Politik machen, die dringend notwendig ist!“

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