Kritik des Leipziger Weltklimarat-Gutachters vollkommen realitätsfern

Gunter Wild Sächsischer Landtag

Nachdem am Montag, den 08. Oktober 2018, der sogenannte Weltklimarat IPCC seinen „Sonderbericht 1,5 Grad globale Erwärmung“ veröffentlichte, kritisieren nun Bündnis 90/Die Grünen -unterstützt von Herrn Prof. Dr. Felix Ekardt- die Klimaschutzstrategie der sächsischen Landesregierung. Prof. Dr. Felix Eckardt, Philosoph, Jurist und Soziologe, Leiter seiner selbst gegründeten Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik sowie Vorsitzender der BUND Sachsen, fordert dabei unter anderem europaweit in 20 Jahren auf fossile Brennstoffe vollständig zu verzichten. Die Grünen unterstützen das mit ihren bekannten Forderungen, wie die der Einführung eines Klimaschutzgesetzes.

Dazu erklärt Gunter Wild, umweltpolitischer Sprecher der Blauen Partei und MdL im Sächsischen Landtag:*

„Die Lernfähigkeit grüner Ideologen ist mit der Fantasie, in 20 Jahren vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten zu können, auf einem neuen Tiefpunkt angekommen. Nicht nur, dass die Menschen in den Braunkohleregionen vollständig aus dem Blick geraten sind. Es scheint offensichtlich auch nicht klar zu sein, was diese Forderung in der Realität tatsächlich bedeutet.

Es ist eigentlich bereits schlimm genug, dass in Deutschland dank CDU und SPD ein planwirtschaftliches Datum festlegt werden soll, ab dem die Verstromung des letzten grundlastfähigen und einheimischen Energieträgers Braunkohle beendet wird. Offensichtlich scheint sich jedoch niemand im Bilde darüber zu sein, welche technischen Auswirkungen das hat und was eine solche Politik für die Bürger und für den Wirtschaftsstandort bedeutet.

Dem Ausbau der aktuell einzigen grundlastfähigen erneuerbaren Energien Wasserkraft und Biogas sind von Natur aus enge Grenzen gesetzt. Nicht umsonst haben sich auch die Grünen von der Vorstellung weiterer Wasserkraftwerke in der Elbe verabschiedet. Wind- und Solaranlagen liefern zwar Strom, aber nur zufällig und nicht dann, wenn dieser gebraucht wird. Aus diesem Grund wird bereits heute zusätzlich ein vollständiger Kraftwerkspark für grundlastfähige Energien als Reserve gehalten. Warum? Weil wir auch Strom brauchen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht! Wirtschaftliche Speicher gibt es nicht.

Der Verzicht auf jegliche fossile Brennstoffe fordert jedoch auch die Abschaltung moderner Gaskraftwerke, die abseits von Kohle- und Atomenergie die Stromversorgung sichern sollten. Weiteren Technologien stehen absehbar nicht zur Verfügung. Bereits die aktuelle Energiepolitik Deutschlands ist sowohl aus technischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht ideologischer Wahnsinn. Die Forderungen der Grünen und des Prof. Dr. Felix Eckardt zeigen jedoch, wie wenig diese Akteure ernsthaft an tragfähigen Lösungen interessiert sind.

Anstelle das Geld der Bürger weiter für ideologische und planwirtschaftliche Projekte zu verschwenden sowie die Landschaft und Umwelt mit Windkraftanlagen und Monokulturen zu zerstören, fordern wir eine intensive Erforschung und Entwicklung neuer grundlastfähiger Energiequellen, wie beispielsweise Fusionsreaktoren.“