Beschulung für Flüchtlingskinder – Fragt Frau Nagel auch danach, wie viele wirklich wollen?

Juliane Nagel, Abgeordnete der Linkspartei im Landtag Sachsens, hat kritisiert, dass es Kindern und Jugendlichen aus Erstaufnahmeeinrichtungen unmöglich sei, Schulen oder Kindergärten zu besuchen. Damit würde die Integration von staatlicher Seite zusätzlich erschwert.

Uwe Wurlitzer, MdL der Blauen Partei, Mitglied des Innenausschusses, kommentiert:

„Schon der Duktus der Nagelschen Kritik ist typisch für Linke. Der Staat hat grundsätzlich Schuld, dass sich Kinder von Asylsuchenden nicht integrieren können. Die inhumane Regierungspraxis mache es dem zugewanderten Nachwuchs nur unnötig schwer und verhindere damit das Ankommen in unserer Gesellschaft. Die andere Seite der Medaille beleuchtet Frau Nagel leider nicht.

Die wäre nämlich, zu fragen, wie viele Zugewanderte ihre Kinder tatsächlich in eine Schule oder Kindertageseinrichtung schicken würden. Eine Kleine Anfrage meiner Kollegin Andrea Kersten
(Drs. 6/14320) fand heraus, dass es im Pilotprojekt ‚Schulisches Angebot in Erstaufnahmeeinrichtungen‘ pro Klasse 15 Plätze (insgesamt 30) gibt. Durchschnittlich(!) besetzt sind allerdings nur elf. Das heißt, acht Plätze bleiben leer. Es wäre damit reichlich vermessen, von einem Ansturm auf die Plätze zu sprechen.

Bevor sich also bei Frau Nagel und Genossen erneut die Pulsschläge erhöhen, sollte lieber zuerst hinter die Kulissen geschaut werden. Weil sie dabei aber unangenehmen Realitäten ins Auge blicken könnten, lassen sie es lieber gleich sein. Denn ganz nach dem Motto ihrer nachgeweinten sozialistischen Republik: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“

Leipzig, 18.10.2018

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