SPD-Mobbingportal für Lehrer zeigt: Parteien beschäftigen sich lieber mit sich selbst

Lehrer, die sich in Sachsen vom Lehrerportal der AfD gemobbt fühlen, sollen nach Willem der SPD eine Hotline anrufen können. „Der Lehrerpranger der AfD zielt darauf, Lehrkräfte einzuschüchtern. Davor müssen und davor werden wir sie schützen“, sagte Henning Homann.

Uwe Wurlitzer, MdL der Blauen Partei, Mitglied des Innenausschusses, kommentiert:

„So unnötig und schäbig das Portal der sächsischen AfD auch ist – die von den ‚Spezialdemokraten‘ geforderte Hotline für Lehrer ist nicht viel besser. Beide Beispiele zeigen exemplarisch, dass es den Parteien inzwischen nur noch darum geht, den anderen eins auszuwischen. Sie beschäftigen sich lieber mit ihrer selbst, statt Probleme des Landes offensiv, weitsichtig und bürgernah anzugehen und zu lösen.

Dass die SPD in ihrem Statement nicht einmal ansatzweise von gemobbten Schülern spricht, ist beispielhaft. Für sie gibt es nämlich keine Hotline, an die sie sich wenden können. Sie müssen wechselweise mit Elternvertretern oder Vertrauenslehrern sprechen. Da sich viele allerdings schämen, Opfer zu sein, sind diese offenen Varianten eher unbrauchbar. Ausgegrenzten Schülern fiele es leichter, anonymisiert nach Hilfe zu suchen.

Andererseits dürften die Denunziationen über das AfD-Portal verschwindend gering ausfallen. Rechtfertigt eine Zahl von Betroffenen im Promillebereich wirklich eine separate Hotline?

Daher ist es absolut notwendig, ein Sorgentelefon für Kinder einzurichten, die von ihren Klassenkameraden schikaniert, gedemütigt und misshandelt werden!“

Leipzig, 18.10.2018

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