Familienwahlrecht statt Neugeborenenwahlrecht

Die Jungen Liberalen Hamburgs haben mit großer Mehrheit die Forderung nach einem Wahlrecht ohne Altersbegrenzung beschlossen.

„Im Kern gehe es darum, dass jeder in dem Alter zur Wahl gehen können solle, wenn er es möchte, sagte Juli-Sprecher Atilla Wohllebe. Dass Neugeborene wählen, sei natürlich nicht realistisch. Die Forderung, das Wahlalter auf null Jahre zu reduzieren, resultiere vielmehr daraus, dass jede Festlegung auf ein bestimmtes Wahlalter zu Abgrenzungsproblemen führe. Denn warum etwa solle ein Zwölfjähriger wählen dürfen, ein Elfjähriger aber nicht, auch wenn er dies wolle, sagte der Sprecher.“

Hier offenbart sich schon die Kurzsichtigkeit auf das komplexe Wahlrecht. Ab wann wäre der junge Erdenbürger denn dann wirklich wahlberechtigt? Ab dem Zeitpunkt an dem er Lesen und Schreiben erlernt hat? Oder schon wenn er sprechen kann? Wer kontrolliert, ob der Vormund auch im Sinne des Schützlings dessen Stimme vergibt?

Unser Vorschlag – den wir schon 2017 veröffentlichten – würde Familien als Einheit mehr Stimmkraft geben, ohne zu tiefgreifenden juristischen Problemen zu führen. Familien hätten demnach pro minderjährigem Kind eine Zusatzstimme. Diese Regelung ist insofern fair, weil Familien ohnehin mit anderen Problemen konfrontiert sind und ihre Wahl dementsprechend die Sorgen und Nöte eben dieser Gemeinschaft reflektieren. Während für Jugendliche beispielsweise „Artikel 13“ die größte Sorge ist, liegt das Augenmerk vieler Eltern auf der geplanten „CO2 Steuer“, die trotz aller Versprechen dafür sorgen wird, dass noch weniger Geld im Familienbudget übrig bleibt.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article196684437/Hamburgs-Junge-Liberale-fordern-Wahlrecht-fuer-Neugeborene.html

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