#unteilbar-Busfahrt des Jugendrings – zweifelhafte Indoktrination

#unteilbar

Das Bündnis #unteilbar hält in Dresden am kommenden Samstag eine Großdemonstration unter dem Motto „Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung“ ab. „In Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Leipzig-Nordsachsen organisiert der Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig einen Bus nach Dresden, um Heranwachsenden aus der Region eine Teilnahme zu ermöglichen“, schreibt die Leipziger Volkszeitung.

Dorothea von Below, Direktkandidatin der Blauen Partei #TeamPetry in Grimma, dazu:

„Andreas Rauhut aus der Bad Lausicker Geschäftsstelle lässt sich mit den Worten zitieren: ‚Der Kinder- und Jugendring ist Teil des bundesweiten Bündnisses #unteilbar, dessen Botschaft sei, nicht zuzulassen, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Man halte dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen‘.

Wir sind ja eine freie Gesellschaft, in der jeder seine Meinung – und sei sie auch noch so unsinnig – ungestraft zum Besten geben darf. Natürlich kann man deshalb auch der Ansicht sein, die ganze Welt müsse ein Sozialstaat deutscher Prägung sein. Und wenn dieser Sozialstaat halt aus diversen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Gründen nicht bis in den letzten Winkel der Erde zu übertragen ist, dann sollen die Menschen eben das Recht haben, hier an den Segnungen dieser hart erarbeiteten Errungenschaft teilzuhaben.

Wie gesagt, der Geist ist frei – das gilt auch für groben Unfug. Dass solcherlei Ziele Unfug sind, haben sogar Koryphäen der Linken längst erkannt. Sahra Wagenknecht brachte es perfekt auf den Punkt: ‚Offene Grenzen für alle – das ist weltfremd.‘ Das hält das Hyper-Moral-Bündnis #unteilbar freilich nicht davon ab, auf die Straße zu rennen und weiter für diese gefährliche Utopie zu streiten und zu werben. Auch das darf man in unserem freien Land.

Ob der Kinder- und Jugendring allerdings der geeignete Verein ist, um mittels organisierter Busfahrten derart wirre Ideologien in die Köpfe von Kindern und Jugendlichen zu pflanzen, das darf man getrost bezweifeln. Wenn er das unbedingt sein will, und das lassen die Worte von Andreas Rauhut vermuten, dann darf auch die Frage erlaubt sein, ob es angemessen ist, dieses Treiben mit Steuermitteln zu fördern.

Auf jeden Fall angemessen wäre, wenn sich der Jugendring die Frage stellen würde, ob er nicht auch mal konservative Politiker zu einer Diskussionsrunde an den Tisch holen sollte, um Kinder und Jugendliche mit dem gesamten politischen Spektrum in diesem Land vertraut zu machen. Schließlich lernt man so am besten, auch mal andere Argumente anzuhören, sie auszuhalten und vielleicht sogar über sie nachzudenken. Diese Fähigkeit auch im Schulalltag wieder mehr in den Blickpunkt zu rücken, ist übrigens Programmteil der Blauen. Und: Einer Einladung des Jugendrings würden sich weder Frauke Petry noch ich mich verschließen. Das Angebot steht also.“